Statt wirksame Massnahmen gegen den akuten Mangel an Pflegepersonal zu ergreifen, setzt der Kanton auf eine ungesunde Wettbewerbspolitik und Privatisierungen – zu Lasten der Patientinnen und Patientinnen sowie des Personals. Gesundheit ist das höchste Gut und sie hat ihren entsprechenden Preis. Kurzfristige Einsparungen der Mittel für Prävention führen zu hohen Folgekosten, zu mehr Wettbewerb und weitere Sparmassnahmen zu einer unhaltbaren Zweiklassenmedizin. Vordringlich muss aber das System der Prämienverbilligung ausgebaut werden. Diese Forderung der SP-Initiative «Für faire Prämienverbilligung» ist nach wie vor aktuell. Aus Spargründen verlagerte der Kanton einen Teil der Spitalkosten zu den Krankenkassen. Dadurch bezahlten die Luzernerinnen und Luzerner 30 Millionen mehr an Krankenkassenprämien.

 

Das will die SP:

  • Nein zur Zweiklassenmedizin! Die Gesundheitsversorgung muss für alle Menschen unserer Gesellschaft in gleichem Masse zugänglich sein. Privatisierungen im Gesundheits- und Pflegebereich führen uns in die entgegengesetzte Richtung.
  • Der Mangel an Pflegepersonal muss mit einer Ausbildungsoffensive und besseren Arbeitsbedingungen behoben werden. Davon profitieren letztlich auch die Patientinnen und Patienten.
  • Die medizinische Grundversorgung muss überall gewährleistet sein – auch auf der Landschaft. Deshalb braucht es Massnahmen gegen den Mangel an Hausärztinnen und Hausärzten, z.B. mit der Förderung von Gemeinschaftspraxen. Kantonale Beiträge an die Spitex garantieren den nötigen Ausbau auf der Landschaft und sorgen für gleiche Qualität innerhalb des Kantons.
  • Ein Ausbau der Prävention erhöht das Bewusstsein in der Bevölkerung und führt zu einer Reduktion der Gesundheitskosten und somit zu tieferen Krankenkassenprämien.
  • Dank ausgebauter Prämienverbilligung bezahlt kein Haushalt mehr als 10 % des Einkommens für die Krankenkassenprämien. Der Kanton ergreift keine Sparmassnahmen mehr, welche zu höheren Prämien führen.