Kaum ein anderer Beruf steht in der Pandemie so im Fokus wie die Pflege. Von den Balkonen und im Regierungsgebäude wurde geklatscht, die Zeit schien reif für bessere Arbeitsbedingungen für das Pflegepersonal. Doch dann passierte: nichts. Trotzdem wird nun während der zweiten Welle wieder der volle Einsatz des erschöpften Pflegepersonals erwartet. Die SP unterstützt die Aktionswoche für das Gesundheitspersonal und reicht ein Vorstosspaket zur Stärkung der Pflegeberufe ein.

Pflegefachfrau und SP-Kantonsrätin Sara Muff thematisiert in einer Anfrage die belastenden Arbeitsbedingungen im Gesundheitsbereich. «Pro Jahr geben 2400 Pflegefachpersonen ihren Beruf auf, weil sie der hohen psychischen und physischen Belastung und den schlechten Arbeitsbedingungen nicht mehr gewachsen sind», sagt Sara Muff. Sie stellt konkrete Fragen zu Missständen, insbesondere bei der Arbeitszeit.

Bei der tiefen Verweildauer im Beruf setzte auch SP-Kantonsrätin Pia Engler an. «Der Kanton muss Massnahmen ergreifen, damit die Fachkräfte länger ihren Beruf ausüben können und wollen», so Engler. Nur so und mit einer Bildungsoffensive kann der Pflegenotstand verhindert werden.

Dass der Druck aufs Personal zugenommen hat, konstatiert auch SP-Fraktionschef Marcel Budmiger. Auch der Grundsatz «ambulant vor stationär» kann eine zusätzliche Belastung für die Pflegenden sein. «Deshalb soll ein Teil der eingesparten Gelder direkt in bessere Arbeitsbedingungen für das Pflegepersonal investiert werden», so Budmiger.

  

Kontakt:

Sara Muff, Kantonsrätin SP, Pflegefachfrau, 079 534 33 84

Pia Engler, Kantonsrätin SP, Mitglied GASK, 079 750 84 44

Marcel Budmiger, Fraktionspräsident SP, Mitglied GASK, 078 757 99 78

26. Okt 2020