Urban Sager fordert in einem dringlich eingereichten Postulat die Auslagerung der Haus- und Reinigungsdienste bei Betrieben der kantonalen Verwaltung und an den Luzerner Kantonsschulen zu stoppen.

Nach der vor knapp drei Jahren bereits stattgefundenen Auslagerung der Verpflegung an den Luzernern Kantonsschulen prüft der Regierungsrat, auch die Reinigungs- und Hausdienste bei Betrieben der kantonalen Verwaltung und an den Luzerner Kantonsschulen an private Unternehmen auszulagern. Obwohl die Regierung wiederum versichert, dass sie an einer sozialverträglichen Umsetzung interessiert ein sinnvoller Einbezug der aller Betroffenen bei einer Privatisierung gewährleistet werde, zeigt sich aber bei den vor drei Jahren ausgelagerten Mensas nun ein anderes Bild.

Die Arbeitsbedingungen verschlechtern sich nach der ausgehandelten Schonfrist von drei Jahren nun deutlich verschlechtern, es kommt zu Änderungskündigungen und tieferen Löhnen. Auch die betroffenen Lehrpersonen äussern ihre Unzufriedenheit über die Auslagerung und gelangen mit Petitionen an den Regierungsrat. Es ist zu befürchten, dass sich diese negativen Entwicklungen auch bei der Auslagerung der Haus- und Reinigungsdienste einstellen werden.

Die Identifikation von langjährigen Mitarbeitenden der Haus- und Reinigungsdienste an Schulen und sonstigen kantonalen Betrieben ist für den Beitrieb von hohem Wert. Diese ermöglicht im Rahmen von Schulprojekten oder besonderen Anlässen oft äusserst pragmatische Lösungen im Sinne aller. Diese Identifikation ist mit einer Privatisierung nicht mehr gegeben.

Zudem werden im Haus- und Reinigungsdienst der kantonalen Betriebe und Kantonsschulen im Sinne der Arbeitsintegration auch Arbeitsplätze für Menschen mit psychischen oder körperlichen Beeinträchtigungen angeboten. Bei einer Auslagerung an marktwirtschaftlich orientierte Servicedienstleister werden solche Integrationsbemühungen nicht mehr vorgenommen werden.

Kontakt: Urban Sager, Kantonsrat, 079 794 81 80

14. Jun 2018