SP-Kantonsrat Urban Sager fordert die Regierung dazu auf, auf die Auslagerung der Reinigung bei den Regierungsgebäuden zu verzichten respektive den getroffenen Entscheid baldmöglichst rückgängig zu machen.

Der Kanton Luzern soll ein guter und sicherer Arbeitgeber sein. «Ich betrachte es als problematisch, wenn der Kanton durch eine Auslagerung der Reinigung schlechtere Arbeitsbedingungen in Kauf nimmt, nur um die Kosten zu reduzieren», sagt Urban Sager. Der Kanton steht in der Pflicht, auch wertschöpfungsarme Tätigkeiten bei sich zu behalten. «Bei jeder Auslagerung sinken die Löhne nach Ablauf einer Übergangsfrist, das ist eine ökonomische Konsequenz», gibt Sager zu bedenken.

 

Durch die Auslagerung an einen Drittanbieter wird zudem die Identifikation mit dem Kanton Luzern geschwächt. Gerade in Bezug auf das Gebäudemanagement und den Unterhalt ist das ein nicht zu unterschätzender Faktor. Es geht dabei nämlich auch darum, den historischen Gebäuden den entsprechenden Respekt entgegenzubringen und bei den Reinigungsarbeiten gerade in diesen Gebäuden die nötige Sorgfalt im Umgang mit sensiblen Daten walten zu lassen. Das gelingt nur, wenn eine entsprechende Identifikation mit dem Kanton Luzern als Arbeitgeber besteht. Diese geht jedoch verloren, wenn die Leistung von externen Anbietern eingekauft wird. «Im Reinigungsdienst arbeiten vorwiegend Frauen und Teilzeitangestellte. Sie sind es, die mit ihren gekürzten Löhnen zur sogenannten ‘Effizienzsteigerung’ beitragen und tiefere Kosten durch ihre zukünftig prekäre Arbeitssituation ermöglichen», ist Sager überzeugt. Deshalb bekämpft die SP diese Auslagerung und möchte, dass die Reinigungskräfte auch zukünftig vom Kanton Luzern angestellt werden.

 

Kontakt:

Urban Sager, Kantonsrat, 079 794 81 80

14. Nov 2019