Am heutigen internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen lancieren SP-Kantonsrätinnen fünf Vorstösse zur Bekämpfung von häuslicher Gewalt im Kanton Luzern. Koordinierte früher der Kanton Aktivitäten der Aktion „16 Tage gegen Gewalt“, läuft im Kanton Luzern heuer sehr wenig. Deshalb fordern die SP-Frauen die Verstärkung der Präventionsarbeit, den Schutz von Kindern und Jugendlichen, die Schulung von Fachpersonen, stellen Fragen zu Lernprogrammen für Tatpersonen und thematisieren den Opferschutz von geflüchteten Menschen.

Die Koordinations- und Präventionsstelle Häusliche Gewalt wurde im Rahmen der Sparpakete auf 10 Stellenprozente reduziert. SP-Kantonsrätin Helene Meyer-Jenni (Kriens) fordert mit einem Postulat, dass die Präventionsarbeit wieder verstärkt wird. „Prävention kommt die zentrale Bedeutung zu, wenn wir wirkungsvoll Leid verhindern wollen“, sagt sie.

SP-Kantonsrätin Pia Engler (Kriens) stellt dem Regierungsrat Fragen, wie Kinder und Jugendliche, die von häuslicher Gewalt betroffen sind, geschützt werden. „Die Not der Kinder, die von häuslicher Gewalt betroffen sind, ist noch zu wenig im Bewusstsein der Gesellschaft und der Politik“, meint sie. Sie fordert zudem mit einem Postulat die Verstärkung der Schulung von Fachpersonen aus Justiz, Gesundheit und Sozialwesen.

Melanie Setz Isenegger (Emmenbrücke) stellt Fragen zum Opferschutz von geflüchteten Menschen und welche Angebote ihnen im Kanton Luzern zur Verfügung stehen. Ausserdem soll gemäss einer Studie der Zürcher Interventionsstelle Häusliche Gewalt die Anordnung von Lernprogrammen eine nachhaltige Wirkung haben. „Gewalt belastet und zerstört Beziehungen. Es ist aber möglich, mit fachlicher Unterstützung Wege aus der Gewalt zu finden“, sagt sie. Deshalb stellt sie in einer weiteren Anfrage Fragen zu Gewaltberatung und entsprechenden Lernprogrammen.

Kontakt:

Pia Engler, SP-Kantonsrätin, Tel. 079 750 84 44

Melanie Setz Isenegger, SP-Kantonsrätin, Tel. 079 256 43 80

Helene Meyer-Jenni, SP-Kantonsrätin, Tel. 076 589 95 50

 
25. Nov 2019