Mit dem Bau des Verwaltungsgebäudes am Seetalplatz entstehen moderne und zeitgemässe Arbeitsplätze für die kantonale Verwaltung. Die Anforderungen aktueller gesellschaftlicher Entwicklungen und der digitalen Transformation für die Arbeitsorganisation, können durch den Neubau erfüllt werden. Somit erhält die Luzerner Bevölkerung für rund 177,5 Mio. Franken eine zentrale und kompakte Anlaufstelle, die eine grosse Anzahl kantonaler Dienstleistungen unter einem Dach vereint. Bei der ökologischen und klimaangepassten Bauweise besteht für die SP aber Verbesserungspotential und Handlungsbedarf.

Die Standortwahl Seetalplatz darf als eigentlicher Glücksfall betrachtet werden. Er ist optimal mit den öffentlichen Verkehrsmitteln Bus und Bahn erschlossen und auch mit dem motorisierten Individualverkehr erreichbar. Nebst dem Mehrwert für die Bevölkerung bietet das Verwaltungsgebäude zeitgemässe Arbeitsplätze für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, aber auch Flächen für den persönlichen Austausch. «Die zukünftige Arbeitswelt fordert und befördert mobiles und flexibles Arbeiten. Das gewählte Open-Space-Bürokonzept schafft die notwendigen Voraussetzungen dazu sowie Synergien für die interdisziplinäre Arbeitsorganisation», so Kantonsrätin und VBK-Mitglied (Kommission Verkehr und Bau) Isabella Schwegler-Thürig.  

Weiter sieht das Raum- und Nutzungskonzept in den verschiedenen Geschossen unterschiedliche Nutzungen vor, welche zur Mitfinanzierung beitragen sollen. Die SP begrüsst u.a. die Realisierung von 17 Stadtwohnungen im 6. bis 9. Obergeschoss. «Die modern ausgebauten 2,5- bis 4,5-Zimmer-Wohnungen sollen ebenfalls Menschen mit Handicap und Familien mit tiefen Einkommen offenstehen, für Familien müssten aber auch 5,5-Zimmer Wohnungen realisiert werden», so Isabella Schwegler-Thürig.

Mit der Überarbeitung des Wettbewerbsprojektes wurde der Holzeinsatz aus dem Luzerner Staatswald aufgrund eines Postulates der SP weiter optimiert. Dies begrüssen wir sehr und sehen es als wichtigen Teilerfolg an. Wir werden uns weiter für eine klimaneutrale Realisierung kantonaler Liegenschaften einzusetzen. Aufgrund der kantonalen Klimaziele und den Herausforderungen des Klimawandels, muss das Projekt aus Sicht der SP jedoch optimiert werden. Dazu gehören Photovoltaikelemente an den Fassaden, welche unbedingt realisiert werden müssten, insbesondere für die klimaneutrale Energiebereitstellung in den Wintermonaten. «Das Bauprojekt ist auf dem richtigen Weg, aus ökologischer und klimaangepasster Perspektive sind aber noch Veränderungen nötig», so Kantonsrat und VBK-Mitglied Hasan Candan. Candan setzt sich insbesondere für eine stärkere Verwendung von Luzerner Holz beim Bau ein.

Die Ausführung des Blockrandes im Holzverbund wären eine weitere Chance, zur Erreichung der Klimaziele. Leider möchte der Kanton diese aber nicht ergreifen. Ebenso zentral für die SP ist die Aufenthaltsqualität und damit verbunden die ökologische und klimaangepasste Gestaltung des Aussenraumes, des Innenhofes und der Dachflächen. «Die Versickerung des Wassers und somit die Reduktion der Hitze muss gewährleistet sein. Dazu soll die Fläche nur minimalen versiegelt werden. Es braucht weiter eine einheimische und standortangepasste Bepflanzung mit Wert für die Biodiversität», so Candan.

 

Kontakt:

Isabella Schwegler-Thürig, Kantonsrätin SP, Mitglied VBK, 079 888 84 51

Hasan Candan, Kantonsrat SP, Mitglied VBK, 079 631 64 81

13. Apr 2021