Neue Organisations- und Finanzierungsmodelle könnten ergänzende und innovative Angebote fördern, sie auch für ältere Menschen mit tiefem Einkommen erschwinglich machen und den Staatshaushalt entlasten.

Die Gesundheitskosten belasten das Budget der Haushalte von Jahr zu Jahr mehr, besonders betroffen sind Familien und alte Menschen. Die sozialdemokratische Partei fordert die Regierung auf, das System der Ergänzungsleistungen zu überdenken. «Mit der Förderung von betreutem Wohnen und weiteren Entlastungsangeboten, könnte der Heimeintritt oft hinausgezögert und gleichzeitig auch Geld gespart werden», ist Kantonsrätin Marianne Wimmer-Lötscher überzeugt.

Die Pflege und Betreuung vieler älterer Menschen findet nicht mehr nur im eigenen Zuhause durch Angehörige und Spitex Organisationen oder in Pflegeheimen statt. Sie wird mehr und mehr durch intermediäre Angebote, wie betreutem Wohnen, Tages- und Nachtstrukturen, ergänzt. Personen mit tiefem Einkommen haben jedoch oft nicht diese Wahlmöglichkeit. Sie wäre nur durch eine Anpassung der Ergänzungsleistungen zu erreichen. Mit zusätzlichen EL-Beiträgen für das betreute und teilstationäre Wohnen hätten die Kantone ein Instrument in der Hand, das dem Wunsch der Pflegebedürftigen nach mehr Autonomie gerecht wird und gleichzeitig die Staatsfinanzen entlasten könnte.

Kantone wie Genf, Jura und Graubünden haben deshalb finanzielle Lösungen geprüft und teilweise bereits umgesetzt, um Alternativen zum Heimeintritt für EL-Bezüger anzubieten. Mit einer Anfrage will die SP von der Regierung wissen, welche Bestrebungen im Kanton Luzern im Gang sind und wo der Kanton diesbezüglich im schweizweiten Vergleich steht.

Marianne Wimmer-Lötscher, Kantonsrätin SP, Ebikon, 079 893 82 24

 

11. Sep 2018