Der Tourismus in der Stadt Luzern führt zu intensiven Diskussionen. Insbesondere der Massen- und Gruppentourismus scheint in der Bevölkerung an Rückhalt zu verlieren. Aufgrund der weltweiten Ausstrahlung der Marke Luzern reicht SP-Kantonsrat Jörg Meyer eine Anfrage dazu ein. Nebst der Situation in der Stadt Luzern geht es ihm um eine Überarbeitung des kantonalen Tourismusleitbildes.

Der Tourismus entwickelt sich laufend weiter. Im Tourismusleitbild des Kantons aus dem Jahr 2009 wird vor allem auch die Förderung eines wertschöpfungsstarken Tourismus propagiert. Für Stadt und Kanton Luzern werden weiter steigende Zahlen prognostiziert. Gleichzeitig zeigen die Diskussionen in der Stadt Luzern, dass der Massen- und Gruppentourismus an Rückhalt in der Bevölkerung und in der Politik verliert.

«Geht es dem Tourismus in der Stadt Luzern gut, geht es auch dem Kanton gut.», ist Kantonsrat Jörg Meyer (Adligenswil) überzeugt. Somit haben aus Sicht der SP die kritischen Diskussionen in der Stadt, z.B. in Sachen Carparkplätze, durchaus Relevanz für den Kanton.

Die SP hat deshalb folgende Fragen an die Regierung:

  1. Wie zufrieden ist die Regierung mit der Förderung der wertschöpfungsstarken Tourismussegmente wie beispielsweise dem Kultur- und Kongresstourismus oder dem Gesundheitstourismus sowie der Potenziale des Naturtourismus im ländlichen Raum?
  2. Welche Tourismusformen sollen aus Sicht der Regierung weiterwachsen, bei welchen sind allenfalls Kapazitätsgrenzen erreicht?
  3. Als einer von 12 Schlüsselaspekten wird im Leitbild die Sicherstellung einer starken Koordination und Abstimmung zwischen den Organisationen für das Destination Management (DMOs) unter der zentralen Steuerung des Kantons genannt. Wie zufrieden ist die Regierung mit der Umsetzung?
  4. Wie beurteilt die Regierung die Situation in der Stadt Luzern z.B. hinsichtlich Bevölkerungsbelastung oder der Carparkplätze?
  5. Wie sind die DMOs und der Kanton Luzern an den Diskussionen in der Stadt Luzern beteiligt? Sind Agglomerationsgemeinden einbezogen und aufgrund der über die Stadt hinaus reichenden Thematik bereit, mitzuarbeiten? Welche Rolle könnte der Kanton übernehmen?
  6. Wie wird die Tourismusbelastung in anderen Gebieten ausserhalb der Stadt beurteilt? Zeigen sich ebenfalls Überlastungserscheinungen oder Unmut in der Bevölkerung?
  7. Genügen die rechtlichen Grundlagen im Tourismusgesetz z.B. hinsichtlich neuer Tourismusformen wie Airbnb, Diskussionen um neue / andere Form von Parkplatz- oder touristischen Tages-Gebühren usw.? Sind Anpassungen nötig?
  8. Ist die Regierung bereit, das Leitbild auszuwerten, zu aktualisieren und dem Kantonsrat z.B. in Form eines Wirkungsberichtes vorzulegen?

Kontakt:

Jörg Meyer, Kantonsrat, Mitglied Kommission Wirtschaft und Abgaben; 079 429 62 92

16. Aug 2018