Kanton muss nachhaltige Instandsetzungen fördern

7. Juli 2021 / Eine Woche nach den massiven Hagelschäden hat der Regierungsrat schlechte Nachrichten. Statt Hilfe für die Betroffenen zu sprechen, musste er heute mitteilen, dass nach einem halben Jahr bereits zwei Drittel der Gelder aus dem Förderprogramm Energie aufgebraucht sind. Die bürgerliche Kantonsratsmehrheit verhinderte bisher die Erhöhung auf ein bedarfsgerechtes Niveau. Damit blockiert sie nicht nur den Klimaschutz, sondern auch nachhaltige Wirtschaftsförderung und Regionalpolitik. Denn gerade im Unwettersommer 2021 besteht ein hoher Bedarf an Gebäudesanierungsleistungen. Die SP fordert, dass die von Unwetterschäden Betroffenen unbürokratische Unterstützung für eine nachhaltige Instandsetzung ihrer Immobilien bekommen. Dazu braucht es weiterhin einen Nachtragskredit zur Aufstockung des Förderprogramms Energie.

Eine Woche nach dem verheerenden Unwetter rund um Wolhusen und Ruswil muss der Regierungsrat mitteilen, dass bereits zwei Drittel des Förderprogramms Energie vergeben ist. «Dabei wäre jetzt der richtige Zeitpunkt die Schäden nachhaltig zu sanieren», sagt SP-Kantonsrätin Sara Muff (Sursee). «Dazu brauche es aber mehr Mittel für die betroffenen Regionen», ergänzt die Willisauer SP-Kantonsrätin Anja Meier. «Genau diese Mittel blockierten aber bisher sowohl Regierungsrat als auch die bürgerliche Kantonsratsmehrheit», so Meier.

«Die heftigen Unwetter der vergangenen Wochen bringen vielleicht ein Umdenken bei den bürgerlichen Parteien», hofft SP-Vizepräsidentin Sara Muff. Denn neben Trockenheit müssen wir uns auch an immer stärkere Unwetter gewöhnen. «Bei der Instandsetzung sollten wir nicht nur die Schäden der Klimakrise, sondern aktiv deren Ursachen bekämpfen», fordert RUEK-Mitglied Muff. Die Gelegenheit der Dachsanierungen sollte genutzt werden, um die Dächer zusätzlich zu dämmen. Damit sinkt der Heizenergiebedarf im Winter und der Wohnkomfort in den heissen Sommermonaten steigt. Der Kanton soll deshalb aktiv auf die Betroffenen zugehen und unbürokratische Unterstützung bieten, sei es durch Beratungen oder finanzielle Unterstützung aus dem aufzustockenden Energieförderprogramm.

 

Kontakt bei Rückfragen:

Sara Muff, Kantonsrätin Sursee, 079 534 33 84

Anja Meier, Kantonsrätin Willisau, 079 525 26 59

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